2. Orchester­konzert
2. Orchesterkonzert

2. Orchester­konzert

Mo 07.11.2016
Gedenkkonzert für Nikolaus Harnoncourt.
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Stephaniensaal
MICHI GAIGG
L’ORFEO BAROCKORCHESTER
MARKUS SPRINGER Bassettklarinette

Wolfgang A. Mozart ­|­ Serenade ­Nr.­9 ­in­ D-Dur,­KV­320,­
Posthornserenade | Klarinettenkonzert in A-Dur, KV 622 |
Symphonie ­Nr.­36 ­in­ C-Dur,­ KV­425,­ Linzer

Konzerte im Musikverein sind für uns immer ein Höhepunkt. Graz ist auch die Stadt meines hochverehrten Mentors Nikolaus Harnoncourt, dessen künstlerisches Wirken ich in all seinen Facetten erleben durfte. Mein Leben wäre ohne seine außergewöhnliche Lesart von Musik ein ganz anderes geworden.“ (Michi Gaigg)

Seit zwei Jahrzehnten gehört das L’Orfeo Barockorchester zu den markantesten Stimmen in der Alten Musik. Für die Neue Zürcher Zeitung besitzt das international besetzte Ensemble rund um die Orchestergründerin und Dirigentin Michi Gaigg jenen „individuellen Charakter abseits globalisierter Einheitsklanglichkeit“, der auf ein fruchtbares Zusammenwirken unterschiedlicher musikalischer Wurzeln zurückzuführen ist. Lebendigkeit des Musizierens, Kontinuität und ein Ensemblegeist, der auch große Lust auf Neues in sich trägt, sind die Basis, auf der Michi Gaigg ihre als farbenreich, klangsinnlich wie temperamentvoll beschriebene Handschrift entwickelt.

2016 feiert das international erfolgreiche österreichische Orchester mit Sitz in Linz seinen 20. Geburtstag

Zum Programm:

Infolge ihres gemeinsamen Antrittsbesuchs bei Vater Leopold in Salzburg machten Wolfgang und Constanze Mozart – auf der Rückreise nach Wien befindlich – am 30. Oktober 1783 Station in Linz, um ein paar Tage im Haus des Grafen Johann Joseph Anton von Thun und Hohenstein am dortigen Landhausplatz zu logieren. In dieser kurzen Zeit schreibt Mozart eine Komposition der absoluten Meisterschaft, welche er dem Grafen zum Geschenk machen und als „Linzer Sinfonie“ in die Musikgeschichte eingehen wird.

Der nach seinem sinfonischen Opus ultimum von 1788 mit Abstand berühmtesten unter den C-Dur-Sinfonien Mozarts geht im ersten Programmteil ein aus der letzten großen Salzburger Orchesterserenade exzerpiertes mehrsätziges Orchestervorspiel, sowie des Komponisten unbestrittene Krönung unter den großbesetzten Werken mit konzertierenden Bläsern: das für seinen Freund Anton Stadler geschriebene, ins gefühlvoll bis heiter-freundliche A-Dur gesetzte Klarinettenkonzert.

Welch großartiger, ein Klangbild der Mozartzeit umfassender Rahmen, um das von Michi Gaigg geleitete L’Orfeo Barockorchester aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens und in jahreszeitlicher Nähe zu seinem einstigen Gründungsakt hochleben zu lassen.  (Quelle: L’Orfeo Barockorchester)